Rückblick ins Jahr 1965

Unser erster Rothirsch ROBERT, von dem auch unser Vereinslogo inspiriert ist, wurde 1964 aus dem Tierpark Hirschfelde in der Köbe angesiedelt. Damit er als unumschränkter Herrscher des Naturparkes natürlich auch eine entsprechende Familie gründen konnte, gab es am 20.02.1965 (!) ein Großereignis für unseren Park. Aber lest am Besten selbst…………

Quelle: Neue Rochlitzer Zeitung, März 1965

Trauer um tote Kaninchen, Freude über Alpakas

Freud und Leid in dem kleinen Peniger Tierpark: Während 20 gestorbene Kaninchen bald ersetzt werden sollen, ziehen zwei niedliche Felltiere die Blicke auf sich.

Von Babette Philipp
erschienen am 19.08.2017

Penig. Gerade erst sind die Stallungen für die Kaninchen in dem kleinen Peniger Tierpark Köbe neu gestaltet worden. „Sie sind größer, freundlicher und besser angepasst an die Bedürfnisse der Tiere“, sagt Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt. Aber zur Zeit stehen sie leer. Denn ihre Bewohner – 20 Kaninchen – sind gestorben, offenbar der Chinaseuche zum Opfer gefallen. Und das, obwohl sie geimpft waren. „Die Kaninchen, wie auch alle anderen Tiere, werden so, wie es uns unser Tierarzt empfiehlt, behandelt und geimpft“, betont Tschök-Engelhardt.

Warum die Kaninchen dennoch gestorben sind, bleibt unklar. Aber es war in jüngster Zeit gehäuft zu Todesfällen durch die Chinaseuche gekommen, die in Sachsen dieses Jahr offenbar ein Schwerpunkt ist. Erschwerend: Zu der herkömmlichen Krankheit (RHD) hat sich eine von Frankreich hereingetragene Variante der Chinaseuche, RHD2, nach Sachsen ausgebreitet. Um die Tiere zu schützen, gibt es laut einem Tierarzt aus der Region zwei Möglichkeiten: Statt wie sonst üblich nur einmal, impfe man die Tiere nach drei Wochen ein zweites Mal und danach jedes halbe Jahr. Ein spezieller Impfstoff gegen RHD2 aus Frankreich schütze nach einmaliger Impfung ein Jahr. Doch er wurde erst Ende April in Deutschland zugelassen worden. Viele Jungtiere wurden daher spät geimpft.

Zudem braucht es laut dem Tierarzt einige Tage, bis die Immunität aufgebaut ist. „Wenn die Seuche schon im Bestand war, kam die Impfung zu spät.“ Das habe er in der Region von Geithain bis Lunzenau erst vor Kurzem extrem erlebt. Halter, die nicht impfen ließen, hätten innerhalb von Tagen alle Tiere verloren, auch in geimpften Beständen sei es zu Verlusten gekommen. Deshalb waren mehrere Kaninchenausstellungen in der Region ausgefallen. Nicht so die Rochlitzer Jungtierschau. Sie soll nächstes Wochenende wie geplant stattfinden. „Wir müssen einen mächtigen Einbruch hinnehmen, halten aber an der Schau fest“, sagte Ausstellungsleiter Alexander Ferks. Mit etwa 1300 Tieren würden rund ein Drittel weniger Kaninchen als sonst präsentiert, mit 225 Züchtern falle man erstmals seit vielen Jahren unter die 300er-Marke. Der Aufbau für die Ausstellung sei bereits abgeschlossen, am Mittwoch kommen die Tiere. Am Donnerstag werden sie bewertet, Freitag bis Sonntag können sie bewundert werden.

Wann man in der Köbe wieder Kaninchen bewundern kann, ist indes unklar. „Wir mühen uns, schnell Ersatz zu bekommen, weil die flauschigen Langohren besonders für die Kinder ein Besuchermagnet sind“, sagte Tschök-Engelhardt.

Unterdessen können sich die Besucher der Köbe über zwei Neuzugänge freuen, die ebenso kuschelig sind und die jüngsten Gäste begeistern dürften: Alpakas. Sie sind zwar nur vorübergehend da, wie Tschök-Engelhardt erklärt „sozusagen als Sommerfrischler“, seien aber sehr beliebt bei den Besuchern. Bis etwa Oktober, solange Grünfutter da ist, werden die Alpakas in der Köbe sein.

Quelle: Freie Presse , 19.08.2017

Köbefest – Der Wettergott meinte es zu gut

Liebe Freunde des Naturparkes Köbe,

wir blicken auf ein erfolgreiches 19. Köbefest zurück und freuen uns, dass wieder viele hunderte Besucher trotz der sehr hohen Temperaturen zu uns kamen. Pünktlich um 10 Uhr wurde das Fest traditionell mit dem Akkordeon Orchester Penig gemeinsam mit der Jagdhorn-Gruppe eröffnet. Anschießend begrüßten wir zum ersten Mal das Blasorchester Wiederau e.V. mit vielfältiger Blasmusik. Evelyn Wetzel sang wieder beliebte Melodien, die zum Mitsingen und Schunkeln einluden. In diesem Jahr konnten wir zum wiederholten Male den Faschingsclub Penig begrüßen, der mit seinen verschiedenen und generationsübergreifenden Darbietungen Klein und Groß begeisterte. Die Big-Band “brass & swing” aus Ottendorf rundete das Programm zum Schluss wieder beschwing ab. Der Clown FIPS war wieder in der Köbe auf Stelzen unterwegs und bastelte für die Kinder lustige Ballontiere – aber auch Erwachsene überraschte er mit einigen Späßen und Einlagen.

Mit verschiedenen Essens- und Getränkeständen, betreut von den Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfern, wurde für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt. Den ganzen Tag warben Vereinsmitglieder um Tierpatenschaften für die Tiere unseres Naturparkes. Auch hier konnte bei den Einnahmen an die Vorjahre angeknüpft werden.

Da der Eintritt in den Tierpark frei ist, holen wir uns Gewerbetreibende ins Boot, ohne deren Unterstützung wir gar nicht auskommen würden. Daher hier an dieser Stelle ein Dankeschön gebührend dem Gewerbeverein Penig e.V. und dem Eis-Mike für die gastronomische Unterstützung und dem Förderverein Freibad Penig e.V. für die Hüpfburg. Darüber hinaus danken wir der Stadt Penig, Herrn Siegfried Lachmann, den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, der Firma Selbmann Elektroanlagenbau GmbH, Herrn Kirbach von der Rochsburger Landfleischerei, den Schnitzern des Vereins für volkskünstliche Heimarbeit Penig e.V. und der Bäckerei Sparschuh-Helbig sowie der Firma Heiloo aus Mühlau für Ihre Unterstützung vor und während des Köbefestes.

Die Mitglieder des Ei guck`e ma! Kultur- und Abenteuervereins e.V. organisierten wieder eine tolle Familien-Mitmachaktion unter dem Motto „Den Sinnen auf der Spur“. An sieben Stationen galt es die eigenen Sinne zu erforschen und zu  erkunden. Unsere kleinen Gäste wurden so wieder hervorragend betreut und konnten ihr Wissen erweitern – dafür möchten wir hier ebenfalls unseren Dank aussprechen.

Nach den ersten Sichtungen war das Köbefest auch in diesem Jahr „wirtschaftlich“ ein Erfolg. Die Erlöse werden wir immer in den Ausbau des Tierparks fließen. Kürzlich entstand eine Voliere für verschiedene Vögel, die pünktlich zum Köbefest mit der Hilfe der Stadt Penig fertigt gestellt werden konnte.

Was wären wir doch ohne die vielen Helferinnen und Helfer, ohne die wir nicht in der Lage sind, ein so tolles und erfolgreiches Fest jedes Jahr zum Erfolg zu führen. Wir als Förderverein des Naturparks Köbe können nur mit den freiwilligen Helfern und Vielzahl an Sponsoren das Köbefest organisieren und durchführen. Es waren auch dieses Jahr wieder so viele, die uns unterstützten, dass wir um Entschuldigung bitten, wenn wir hier nicht alle aufgezählt haben.

Wir können stolz auf das Geleistete sein und bedanken uns für die große Resonanz aus Nah und Fern. Das gibt uns Kraft für unsere Jubiläumsveranstaltung – das 20. Köbefest – im kommenden Jahr.

Wollen auch Sie Mitglied werden und den Verein bei der gemeinnützigen Arbeit für den Erhalt des Naturparks Köbe unterstützen? Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auf unserer neuen Homepage unter www.naturpark-koebe.de . Wir freuen uns über jedes neue Mitglied in unseren Verein und beantworten jede weitere Frage gern.

Liebe Naturfreunde – bleibt dem Naturpark Köbe und dessen Tiere auch weiterhin wohl besonnen.